Coworking oder Homeoffice: Vor dieser Frage stehen viele, die nicht mehr jeden Tag in ein klassisches Firmenbüro fahren. Beide Modelle haben ihre Berechtigung, und welches besser passt, hängt weniger von Trends ab als von deiner Wohnung, deiner Arbeit und davon, wie dein Team zusammenarbeitet. Hier gehen wir die Punkte durch, die im Alltag wirklich den Unterschied machen.
Zu Hause kennst du die Störquellen meist genau. Die Waschmaschine piept, ein Paket kommt, die Kinder sind früher aus der Schule zurück, und der Küchentisch erinnert dich bei jedem Blick daran, dass noch abgespült werden müsste. Wer allein in einer ruhigen Wohnung lebt, arbeitet daheim oft sehr konzentriert. Wer sich die Wohnung mit Partner, Mitbewohnern oder Familie teilt, erlebt eher das Gegenteil.
Im Coworking-Space sind die Störungen andere. In offenen Flächen mit vielen Einzelplätzen gibt es Gespräche, Telefonate und Bewegung. Das hängt stark vom Konzept ab: Ein abschließbares Büro, in dem nur dein Team sitzt, ist akustisch etwas ganz anderes als ein Platz im Großraum. Schau dir deshalb vorher genau an, wie die Flächen aufgeteilt sind.
Der größte Vorteil eines Arbeitsorts außerhalb der Wohnung ist oft ganz unspektakulär: Du gehst hin, und du gehst wieder heim. Der Weg dazwischen wirkt wie ein Schalter. Im Homeoffice fehlt dieser Schalter. Der Laptop steht abends noch auf dem Tisch, eine Mail ist schnell beantwortet, und aus einem Arbeitstag werden zehn Stunden, ohne dass du es merkst.
Das lässt sich auch zu Hause lösen, aber es braucht Disziplin und Platz:
ein eigenes Arbeitszimmer oder zumindest eine feste Ecke, die nur zum Arbeiten da ist
feste Anfangs- und Endzeiten, die du auch deinem Umfeld mitteilst
ein kleines Ritual zum Feierabend, etwa den Rechner wegräumen oder eine Runde um den Block
Wer in einer kleinen Wohnung am Esstisch arbeitet, merkt nach einigen Monaten oft, dass die Grenze immer weiter verschwimmt. Genau dann lohnt sich der Blick auf einen externen Arbeitsplatz.
Im Homeoffice läuft fast jeder Kontakt über Calls und Chat. Für eingespielte Teams mit klaren Aufgaben funktioniert das gut. Schwieriger wird es bei neuen Kolleginnen und Kollegen, bei kniffligen Problemen, die man am Whiteboard schneller löst, und bei allem, was sonst nebenbei in der Kaffeeküche geklärt wird. Und wer selbstständig allein arbeitet, merkt oft nach ein paar Monaten, dass schlicht Menschen fehlen.
Ein Coworking-Space bringt dir beides zurück: dein Team sitzt zusammen, und auf dem Flur oder auf dem Sofa in der Pause triffst du Leute aus anderen Firmen. Daraus entstehen manchmal Aufträge, häufiger einfach ein guter Tipp oder ein Gespräch, das den Kopf freimacht. Erzwingen lässt sich das nicht, aber die Chance ist größer als im Arbeitszimmer.
Auf den ersten Blick ist das Homeoffice kostenlos. Ganz stimmt das nicht. Strom und Heizung laufen tagsüber, du brauchst einen ordentlichen Schreibtisch, einen guten Stuhl, einen zweiten Monitor und eine stabile Internetleitung. Wenn dafür ein Zimmer belegt ist, das du sonst anders nutzen würdest, zahlst du über die Miete ebenfalls mit.
Beim Coworking zahlst du einen festen Monatsbetrag, in dem meist Möbel, Internet, Reinigung und Nebenkosten enthalten sind. Achte beim Vergleich auf diese Punkte:
Was ist im Preis enthalten und was kostet extra, zum Beispiel Besprechungsräume oder ein Stellplatz?
Wie lang ist die Mindestlaufzeit und wie schnell kannst du kündigen?
Bekommst du einen festen, abschließbaren Platz oder suchst du dir jeden Tag einen neuen?
Für Teams lohnt sich die Rechnung pro Arbeitsplatz. Ein möbliertes Büro mit allen Nebenkosten ist häufig günstiger und vor allem planbarer als ein klassischer Gewerbemietvertrag mit langer Bindung, Kaution und eigener Einrichtung. Eine ausführliche Rechnung für die Region findest du unter Was kostet ein Büro in Ulm?.
Für das Homeoffice gibt es steuerlich eine Tagespauschale, die du für Tage geltend machen kannst, an denen du überwiegend zu Hause arbeitest. Ein häusliches Arbeitszimmer ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls absetzbar, die Regeln dazu sind aber streng und wurden in den letzten Jahren mehrfach geändert.
Bei Coworking ist die Lage für Selbstständige und Firmen meist einfacher: Die Miete für einen Arbeitsplatz oder ein Büro ist in der Regel eine Betriebsausgabe. Angestellte, deren Arbeitgeber das Büro nicht bezahlt, müssen genauer hinschauen. Weil es hier auf deinen Einzelfall ankommt, lass dich von einer Steuerberatung oder dem Lohnsteuerhilfeverein beraten, bevor du eine Entscheidung allein an der Steuer festmachst.
Das Homeoffice ist eine gute Wahl, wenn
du ein eigenes, ruhiges Zimmer zum Arbeiten hast
du dich gut selbst strukturieren kannst und Kontakt im Team vor allem digital läuft
dein Arbeitsweg sonst lang wäre und du die gewonnene Zeit wirklich nutzt
Ein Büro im Coworking-Space passt eher, wenn
deine Wohnung keinen festen Arbeitsplatz hergibt oder voller Menschen ist
du Kundinnen und Kunden empfangen oder in Ruhe Meetings führen willst
du merkst, dass Arbeit und Freizeit zu Hause ineinanderlaufen
dein Team regelmäßig gemeinsam an einem Tisch sitzen soll
Für viele Teams ist die Antwort ein Mix. Zwei oder drei feste Tage gemeinsam im Büro, der Rest zu Hause, ist ein Modell, das sich bewährt hat. Die gemeinsamen Tage nutzt ihr für Abstimmungen, Workshops und Einarbeitung, die anderen Tage für konzentrierte Einzelarbeit.
Damit das funktioniert, braucht ihr ein Büro, das genau zu eurer Teamgröße passt und euch gehört, statt jeden Morgen Plätze buchen zu müssen. Ein abschließbares Teambüro hat den Vorteil, dass Unterlagen, Monitore und Whiteboard-Notizen liegen bleiben können. Im Coworking Ulm Stadtregal vermieten wir deshalb ausschließlich komplette Teambüros, keine Einzelplätze, mit einer Mindestmietdauer von drei Monaten. Ein Besprechungsraum, die Kaffeeküche und die Sofaecke sind für alle Mieter inklusive.
Ob Coworking oder Homeoffice besser ist, entscheidet sich an deinem Alltag. Hast du Platz und Ruhe zu Hause, spricht wenig gegen das Arbeiten daheim. Fehlt dir die Trennung zwischen Job und Privatleben oder der direkte Austausch mit deinem Team, ist ein eigener Raum außerhalb der Wohnung meist die bessere Wahl, gerne auch nur an einigen Tagen pro Woche.
Wenn du für dein Team ein Büro in Ulm suchst: Unser Fire-Team-Office mit sechs Arbeitsplätzen im Stadtregal in Söflingen wird ab Januar 2027 frei, die übrigen Büros sind vermietet und wir führen eine Warteliste. Schau dir die Räume an und schick uns deine Anfrage.
Ab Januar 2027 wird das Fire-Team-Office (6 Arbeitsplätze) frei, alle übrigen Büros sind vermietet. Sende uns gerne deine Anfrage – wir merken dich für das Fire-Team-Office vor oder nehmen dich in unsere Warteliste auf und melden uns, sobald ein Büro frei wird.
Kontakt: Andreas Hartmann
Magirus-Deutz-Str. 14,
89077 Ulm
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